Buchenmühle

 

Der Ursprung der Buchenmühle zwischen Soisdorf und Wenigentaft reicht vermutlich bis in das 16. Jahrhundert zurück. Mitten durch das Anwesen verlief die Ländergrenze zwischen dem Großherzogtum Sachsen-Weimar (GSW) und dem Königreich Preußen (KP). Später auch die „Staatsgrenze-West" der DDR. Noch heute sind am Wegrand Grenzsteine mit den Kürzeln „GSW", „KP" und „DDR" zu sehen. Ein Brunnen, der die Müllerfamilie mit Trinkwasser versorgte, das Auszugshaus, das den alten Bauersleuten nach der Übergabe des Hofes an einen Nachfolger als Wohnraum dienen sollte, der Schuppen und das Backhaus lagen auf thüringischem Gebiet. Am 14.September 1961 wurde alles, auch das 100 Jahre alte Auszugshaus (Fachwerkhaus), vor den Augen der Besitzer von den Grenztruppen der DDR abgerissen. Drei Jahre später entschloß sich die Familie schweren Herzens, circa 500 Meter südlich in ein neues Zuhause einzuziehen. Die Fundamente des Auszugshauses und Reste des Brunnens sind heute noch zu sehen. Somit ist die Buchenmühle ein wichtiges Relikt der Teilung geblieben.

  • Die Buchenmühle im Sommer 2007.

    Die Buchenmühle im Sommer 2007.

  • Reste einer DDR-Grenzsäule nahe der Buchenmühle.

    Reste einer DDR-Grenzsäule nahe der Buchenmühle.

  • Grenzverlauf zwischen den beiden Teilen der Mühle.

    Grenzverlauf zwischen den beiden Teilen der Mühle.

  • Informationstafel über die Geschichte der Buchenmühle.

    Informationstafel über die Geschichte der Buchenmühle.

  • Ehemaliger Kellereingang auf der Ostseite.

    Ehemaliger Kellereingang auf der Ostseite.

  • Kellerfenster

    Kellerfenster

  • Weitere Reste der Buchenmühle auf der ehemaligen DDR-Seite.

    Weitere Reste der Buchenmühle auf der ehemaligen DDR-Seite.

  • DDR-Grenzstein zwischen den beiden Teilen der Mühle.

    DDR-Grenzstein zwischen den beiden Teilen der Mühle.

  • Nach der Wende neu eingerichteter Wanderweg mitten durch das Mühlengelände. Links ist Hessen, rechts ist Thüringen.

    Nach der Wende neu eingerichteter Wanderweg mitten durch das Mühlengelände. Links ist Hessen, rechts ist Thüringen.

  • Die alte Eiche, hart an der Buchenmühle, gehörte gerade noch zum Westen.

    Die alte Eiche, hart an der Buchenmühle, gehörte gerade noch zum Westen.

  • Ehemaliger Todesstreifen hinter der Mühlenruine. Der Metallgitterzaun aus den 70er-Jahren ist verschwunden.

    Ehemaliger Todesstreifen hinter der Mühlenruine. Der Metallgitterzaun aus den 70er-Jahren ist verschwunden.

  • Dafür stehen noch Reste des Grenzzaunes aus den 60er-Jahren hinter der Buchenmühle.

    Dafür stehen noch Reste des Grenzzaunes aus den 60er-Jahren hinter der Buchenmühle.

  • Sie reichen den Hügel hoch in den Wald hinein.

    Sie reichen den Hügel hoch in den Wald hinein.

  • Die Stracheldrahtreste sind noch gut erhalten.

    Die Stracheldrahtreste sind noch gut erhalten.

  • Grenzsteine zwischen Hessen (rechts) und Thüringen (links) nahe der Buchenmühle.

    Grenzsteine zwischen Hessen (rechts) und Thüringen (links) nahe der Buchenmühle.