Alte Grenzsäule

Um jeder Person, die sich von Westen her der "DDR-Staatsgrenze" näherte, unmissverständlich klar zu machen, wessen Herrschaftsbereich hinter der Grenzlinie beginnt, ließ die Staatsführung entlang der gesamten Grenze seit den sechziger Jahren schwarz-rot-goldene Grenzssäulen aufstellen (Gewicht: 400 kg, Höhe: 2,10 m).

Schon vor und besonders nach der Wende war das auf den Säulen angebrachte Staatswappen der DDR aus Alu-Spritzguß beliebtes Ziel von Souvenierjägern und Sammlern. Heute erzielt ein solches Wappen Durchschnittspreise von 125 Euro!

Seit 1990 wurden die Grenzsäulen, die sich nur wenige Meter hinter der Demarkationslinie befanden, systematisch abgebaut. Nur an unzugänglichen Stellen blieben sie stehen und sind dem Verfall ausgeliefert. Die auf dieser Seite abgebildete Säule entdeckte ich in einem Wald westlich von Mödlareuth mitten in einem Brennesselfeld.

  • Gesamtansicht der Grenzsäule ohne Staatswappen

    Gesamtansicht der Grenzsäule ohne Staatswappen

  • Hier scheinen auch "Mauerspechte" am Werk gewesen zu sein.

    Hier scheinen auch "Mauerspechte" am Werk gewesen zu sein.

  • Dort, wo das Unkraut wucherte, ist die Farbe noch besser erhalten.

    Dort, wo das Unkraut wucherte, ist die Farbe noch besser erhalten.

  • Rückseite der Säule: In den Löchern befand sich - wie auf allen Grenzsäulen - ein Schild mit einer vierstelligen Nummer. Die hier verbogene Spitze sollte Vögel daran hindern, die Säule mit Kot zu beschmutzen.

    Rückseite der Säule: In den Löchern befand sich - wie auf allen Grenzsäulen - ein Schild mit einer vierstelligen Nummer. Die hier verbogene Spitze sollte Vögel daran hindern, die Säule mit Kot zu beschmutzen.