Hohegeiß

570-642 Meter über NN liegt der niedersächsische Luftkurort Hohegeiß im Harz. Die Grenze zur DDR lag nahe der Hauptdurchgangsstraße, der B4, und bildete hier bis 1990 die östliche Ortsgrenze, so daß teilweise der Gartenzaun einiger Anwohner nahezu identisch mit der Demarkationslinie zwischen West und Ost war. Obwohl es auch heute noch viele Relikte der Grenze zu sehen gibt, verschwindet die Erinnerung der Bewohner an die Zeit der Teilung immer mehr. So konnte uns z.B. ein älterer Spaziergänger und Einwohner von Hohegeiß, der auch die Zeit der Teilung miterlebt hatte, auf Anfrage nicht mehr sagen, wo genau die Grenze verlief.

Südlich von Hohegeiß findet sich an der Bundesstraße 4 der sogenannte "Jägerfleck".

34 Aufnahmen vom 31.März 2007

  • Gedenkstein aus der Zeit der Teilung (1971 gesetzt) in Hohegeiß. Zwei bis drei  Meter hinter dem asphaltierten Weg verläuft die Grenzlinie.

    Gedenkstein aus der Zeit der Teilung (1971 gesetzt) in Hohegeiß. Zwei bis drei Meter hinter dem asphaltierten Weg verläuft die Grenzlinie.

  • DDR-Grenzstein wenige Meter östlich des Parkplatzes in Hohegeiss an der B4. Im Hintergrund ein Informationspavillion, der bis zur Wiedervereinigung als "Grenzinformation" diente.

    DDR-Grenzstein wenige Meter östlich des Parkplatzes in Hohegeiss an der B4. Im Hintergrund ein Informationspavillion, der bis zur Wiedervereinigung als "Grenzinformation" diente.

  • Heute wird der sich bereits im Verfall befindliche Pavillion vom ortsansässigen Kur- und Verkehrsverein benutzt.

    Heute wird der sich bereits im Verfall befindliche Pavillion vom ortsansässigen Kur- und Verkehrsverein benutzt.

  • Der Parkplatz vor dem Pavillon wurde extra für Busse und PKW´s der "Grenztouristen" angelegt und hieß offiziell "Parkplatz am Grenzübersichtspunkt".

    Der Parkplatz vor dem Pavillon wurde extra für Busse und PKW´s der "Grenztouristen" angelegt und hieß offiziell "Parkplatz am Grenzübersichtspunkt".

  • Blick auf die ehemalige, noch deutlich sichtbare Grenzschneise vis á vis des Grenzparkplatzes Hohegeiss.

    Blick auf die ehemalige, noch deutlich sichtbare Grenzschneise vis á vis des Grenzparkplatzes Hohegeiss.

  • Etwas weiter nördlich des Parkplatzes befinden sich, wenige Meter hinter der Grenzlinie Überreste eines vom DDR-Grenzregime geschleiften Gehöftes. Informationen und weitere Bilder siehe unten.

    Etwas weiter nördlich des Parkplatzes befinden sich, wenige Meter hinter der Grenzlinie Überreste eines vom DDR-Grenzregime geschleiften Gehöftes. Informationen und weitere Bilder siehe unten.

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  • Historischer Grenzstein in nördlicher Richtung.

    Historischer Grenzstein in nördlicher Richtung.

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  • Im Hintergrund die B4. Während der Wanderweg abknickt, verläuft die Grenzlinie geradeaus weiter, ungefähr auf der Höhe der jungen Tanne.

    Im Hintergrund die B4. Während der Wanderweg abknickt, verläuft die Grenzlinie geradeaus weiter, ungefähr auf der Höhe der jungen Tanne.

  • Alter Grenzstein zwischen den Gemeinden Hohegeiß und Benneckenstein an der Ortsdurchfahrt (Kirchstraße, hier gleichzeitig die B4) durch Hohegeiß. Im Hintergrund der ehemalige Grenzstreifen.

    Alter Grenzstein zwischen den Gemeinden Hohegeiß und Benneckenstein an der Ortsdurchfahrt (Kirchstraße, hier gleichzeitig die B4) durch Hohegeiß. Im Hintergrund der ehemalige Grenzstreifen.

  • Die Sorger Straße, die erst nach der Wende wiedereröffnet wurde (s. auch das nächste Bild).

    Die Sorger Straße, die erst nach der Wende wiedereröffnet wurde (s. auch das nächste Bild).

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  • Der Grenzstein direkt hinter dem Gartenzaun.

    Der Grenzstein direkt hinter dem Gartenzaun.

  • Für den Anwohner dieses Grundstückes an der Kirchstraße war sein Gartenzaun fast identisch mit der "Zonengrenze".

    Für den Anwohner dieses Grundstückes an der Kirchstraße war sein Gartenzaun fast identisch mit der "Zonengrenze".

  • Die Matten des Metallgitterzauns wurden nach der Wende hierher auf die westdeutsche Seite gebracht und dienen nun ihrerseits als Gartenzaun - wie schön!

    Die Matten des Metallgitterzauns wurden nach der Wende hierher auf die westdeutsche Seite gebracht und dienen nun ihrerseits als Gartenzaun - wie schön!

  • Einige hundert Meter weiter, am Ende der Brockenblickstraße (Sackgasse) sind im Boden noch deutlich die Überreste der Plastikgrenzpfähle des Bundesgrenzschutzes zu erkennen.

    Einige hundert Meter weiter, am Ende der Brockenblickstraße (Sackgasse) sind im Boden noch deutlich die Überreste der Plastikgrenzpfähle des Bundesgrenzschutzes zu erkennen.

  • Biegt man am Ende der Brockenblickstraße rechts ab, läuft man in Richtung der Benneckensteiner Straße parallel zur Grenze. Die Bäume auf der rechten Seite gehören schon zu Sachsen-Anhalt.

    Biegt man am Ende der Brockenblickstraße rechts ab, läuft man in Richtung der Benneckensteiner Straße parallel zur Grenze. Die Bäume auf der rechten Seite gehören schon zu Sachsen-Anhalt.

  • Wenige Meter weiter findet man diese nach der Wende auf westdeutscher Seite aufgestellte DDR-Grenzsäule.

    Wenige Meter weiter findet man diese nach der Wende auf westdeutscher Seite aufgestellte DDR-Grenzsäule.

  • Historischer Grenzstein zwischen Niedersachsen und Sachsen-Anhalt gegenüber der Grenzsäule mit dem jungen Wald aus der Zeit nach der Wende.

    Historischer Grenzstein zwischen Niedersachsen und Sachsen-Anhalt gegenüber der Grenzsäule mit dem jungen Wald aus der Zeit nach der Wende.

  • Am Ende des Wanderweges (Am Haferhofe) in Richtung Benneckensteiner Straße befindet sich dieses mehrstöckige Wohnhaus, das bis 1990 in extremer Grenzlage stand. Es wurde für Zöllner gebaut und bis zur Wiedervereinigung auch von diesen bewohnt. Rechts vorne ein weiterer DDR-Grenzstein.

    Am Ende des Wanderweges (Am Haferhofe) in Richtung Benneckensteiner Straße befindet sich dieses mehrstöckige Wohnhaus, das bis 1990 in extremer Grenzlage stand. Es wurde für Zöllner gebaut und bis zur Wiedervereinigung auch von diesen bewohnt. Rechts vorne ein weiterer DDR-Grenzstein.

  • DDR-Grenzstein am Wanderweg Richtung Benneckensteiner Staße.

    DDR-Grenzstein am Wanderweg Richtung Benneckensteiner Staße.

  • Die ehemalige Grenzschneise zwischen Hohegeiß und Benneckenstein. Der neue Zaun im Hintergrund soll heute keine Menschen mehr aufhalten, sondern lediglich Wildverbiß verhindern.

    Die ehemalige Grenzschneise zwischen Hohegeiß und Benneckenstein. Der neue Zaun im Hintergrund soll heute keine Menschen mehr aufhalten, sondern lediglich Wildverbiß verhindern.

  • Überreste der Stromversorgung für den Todesstreifen und die Wachtürme.

    Überreste der Stromversorgung für den Todesstreifen und die Wachtürme.

  • Ortseingang von Hohegeiß an der Benneckensteiner Straße (vgl. auch die nächsten 3 Bilder). An dem kleinen Stichweg hinter dem Ortsschild stand bis zur Wende ein Hundezwinger für die Zollhunde.

    Ortseingang von Hohegeiß an der Benneckensteiner Straße (vgl. auch die nächsten 3 Bilder). An dem kleinen Stichweg hinter dem Ortsschild stand bis zur Wende ein Hundezwinger für die Zollhunde.

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  • Benneckensteiner Straße in Richtung Benneckenstein.

    Benneckensteiner Straße in Richtung Benneckenstein.

  • Ebenda.

    Ebenda.

  • Folgt man der B4 aus Hohegeiss kommend Richtung Süden, kommt man an den sogenannten "Jägerfleck", bis 1989 einem besonders markanten Punkt der deutschen Teilung. Hier endete die B4. Wenige Meter von hier treffen sich die drei Länder Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen.

    Folgt man der B4 aus Hohegeiss kommend Richtung Süden, kommt man an den sogenannten "Jägerfleck", bis 1989 einem besonders markanten Punkt der deutschen Teilung. Hier endete die B4. Wenige Meter von hier treffen sich die drei Länder Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen.

  • Fährt man heute auf der B4 weiter nach Thüringen, kommt man nach Rothesütte.

    Fährt man heute auf der B4 weiter nach Thüringen, kommt man nach Rothesütte.

  • Grenzstein zwischen Niedersachsen und Thüringen.

    Grenzstein zwischen Niedersachsen und Thüringen.

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