Der Beobachtungsturm A1

Unmittelbar hinter der ehemaligen "Staatsgrenze" befinden sich an der BAB 2 (Hannover-Berlin) die ersten Reste der GÜST Marienborn. Die Relikte befinden sich heute allerdings in einem beklagenswerten Zustand. Der sogenannte "Beobachtungsturm A1", der schon von weitem zu sehen ist, wurde 1978 erbaut. Er diente vorrangig der Aufklärung von Aktivitäten in der westlichen Grenzkontrollstelle Helmstedt und war hervorragend ausgestattet, u.a. mit Fototechnik, Dokumentationen und sogar Fotoalben von westlichen Offizieren. Der Turm, der von den Grenzern auch "das Schiff" genannt wurde, ist kein Bestandteil der Gedenkstätte Deutsche Teilung Marienborn.

Wohl alle, die vor dem 9.11.1989 über Helmstedt in die DDR einreisten, werden sich noch an die martialischen Grenzanlagen erinnern, die einen auf beiden Seiten der Autobahn bis zu den Abfertigungsanlagen in Marienborn begleiteten.

12 Fotos vom 8. Juli 2001

  • Zu DDR-Seiten war diese Mauer stets in einem agressiven Weiss angestrichen.

    Zu DDR-Seiten war diese Mauer stets in einem agressiven Weiss angestrichen.

  • Nach der Wende gingen auch hier die Graffity-Sprayer ans Werk.

    Nach der Wende gingen auch hier die Graffity-Sprayer ans Werk.

  • Aufnahme vom 5.April 1991. Zu erkennen sind der Beobachtungsturm mit Aufgang und die DDR-Grenzsäule. Auch die Grenzmauer ist zu sehen. Grenzsoldaten mit Kalaschnikows auf dem Rücken sah ich auf dem Turm zuletzt im Juli 1989.

    Aufnahme vom 5.April 1991. Zu erkennen sind der Beobachtungsturm mit Aufgang und die DDR-Grenzsäule. Auch die Grenzmauer ist zu sehen. Grenzsoldaten mit Kalaschnikows auf dem Rücken sah ich auf dem Turm zuletzt im Juli 1989.

  • B-turm mit Mauer

    B-turm mit Mauer

  • Letzter verbliebener Metallwinkel an der Marienborner Mauer. Diese Winkel, die zur Befestigung des Stacheldrahtes dienten, waren bis zur Wende an der gesamten Mauer angebracht.

    Letzter verbliebener Metallwinkel an der Marienborner Mauer. Diese Winkel, die zur Befestigung des Stacheldrahtes dienten, waren bis zur Wende an der gesamten Mauer angebracht.

  • Aufgang zum "Schiff"

    Aufgang zum "Schiff"

  • An dieser Stelle besonders eindrucksvoll zu sehen: Die Natur überdeckt immer stärker ein dunkles Kapitel deutscher Geschichte.

    An dieser Stelle besonders eindrucksvoll zu sehen: Die Natur überdeckt immer stärker ein dunkles Kapitel deutscher Geschichte.

  • Eingang zum B-Turm

    Eingang zum B-Turm

  • Ende des Mauerfragments. Früher umschloß die Mauer das gesamte Areal um den Wachturm - selbstverständlich auch, um die Grenzsoldaten selber an der Flucht zu hindern.

    Ende des Mauerfragments. Früher umschloß die Mauer das gesamte Areal um den Wachturm - selbstverständlich auch, um die Grenzsoldaten selber an der Flucht zu hindern.

  • Mauer vor dem Wachturm, im Hintergrund die Leitplanke der Autobahn.

    Mauer vor dem Wachturm, im Hintergrund die Leitplanke der Autobahn.

  • An dieser Stelle verläuft auf der Rückseite der Mauer die Autobahn. An den weißen Streifen oben an der Mauer saßen die eben erwähnten Stacheldrahthalterungen

    An dieser Stelle verläuft auf der Rückseite der Mauer die Autobahn. An den weißen Streifen oben an der Mauer saßen die eben erwähnten Stacheldrahthalterungen

  • Anders als die Berliner Mauer, die aus Segmenten bestand,  war diese Grenzmauer aus Einzelbetonplatten zusammengesetzt.

    Anders als die Berliner Mauer, die aus Segmenten bestand, war diese Grenzmauer aus Einzelbetonplatten zusammengesetzt.

  • Aufnahme des Beobachtungsturms von der der Autobahn abgewandten Seite

    Aufnahme des Beobachtungsturms von der der Autobahn abgewandten Seite