GÜST Marienborn

 

Einfahrt in den ehemaligen Grenzübergang Marienborn an der A2 am 22.10.2011

Folgender Text stammt von der Internetseite der Gedenkstätte Deutsche Teilung (GDT) Marienborn:

"Der Grenzkontrollpunkt Marienborn-Helmstedt wurde am 1. Juli 1945 von den alliierten Siegermächten an Reichsautobahn und Eisenbahnlinie Berlin-Hannover eingerichtet. Im Jahre 1950 übernahm die DDR das Kommando auf der Grenzübergangsstelle Marienborn.

Die 1972 - 1974 errichtete neue Grenzübergangsstelle Marienborn war mit über 1000 Bediensteten die bedeutendste Grenzübergangsstelle an der innerdeutschen Grenze. Hier wurden die Reisenden, ihre Fahrzeuge und die transportierten Güter, fast lückenlos kontrolliert. Ein weit in das Hinterland reichendes Überwachungssystem verhinderte im Zusammenspiel mit den eigentlichen Sperranlagen auf der GÜSt jeden Fluchtversuch für DDR-Bürger.

Am 30.06.1990, um 24.00 Uhr, wurden die Kontrollen auf der GÜSt Marienborn eingestellt. Im Oktober 1990 wurde die GÜSt unter Denkmalschutz gestellt. 1992 beschloss das Land Sachsen-Anhalt den Aufbau der Gedenkstätte Deutsche Teilung Marienborn, die am 13. August 1996 durch Ministerpräsident Dr. Reinhard Höppner eröffnet wurde.

Die Besucher können sich das Gelände selbständig erschließen sowie ehemalige Funktionseinheiten im Rahmen einer Führung besichtigen. Im Dokumentationszentrum informieren ein Videofilm und eine erste Ausstellung über die Geschichte der Grenzübergangsstelle Marienborn und deren historische Zusammenhänge."

Der Beobachtungsturm A1

Die Grenzabfertigung

Der Kommandoturm

Dokumente

Impressionen

Zur GÜST Marienborn vgl. auch die hervorragende Fotogalerie im Forum Grenzenlos

Im folgenden vier Fotos, drei vom 5. April 1991:

  • Ruht hier wirklich schon über 15 Jahre der Verkehr?

    Ruht hier wirklich schon über 15 Jahre der Verkehr?

  • Sperranlagen an der A2 kurz vor der GÜST("Grenzübergangsstelle). Der Pfeil zeigt einen Betonblock (Widerlager), in den die "Kfz-Rollsperren" (ein ca.35t schweres Stahlelement, das von den Grenzern auch "Fiffy" genannt wurde) zur Verhinderung von "motorisierten Grenzdurchbrüchen" einfuhren, wenn sie ausgelöst wurden. Die Sperren standen gegenüber diesen Blöcken auf schiefen Ebenen in Hütten. Im Alarmfall wurde per Knopfdruck ein Haken gelöst, und sie fuhren auf Gleisen über die Fahrbahn. Diese Vorrichtung hat nachweislich einige Todesopfer gefordert!

    Sperranlagen an der A2 kurz vor der GÜST("Grenzübergangsstelle). Der Pfeil zeigt einen Betonblock (Widerlager), in den die "Kfz-Rollsperren" (ein ca.35t schweres Stahlelement, das von den Grenzern auch "Fiffy" genannt wurde) zur Verhinderung von "motorisierten Grenzdurchbrüchen" einfuhren, wenn sie ausgelöst wurden. Die Sperren standen gegenüber diesen Blöcken auf schiefen Ebenen in Hütten. Im Alarmfall wurde per Knopfdruck ein Haken gelöst, und sie fuhren auf Gleisen über die Fahrbahn. Diese Vorrichtung hat nachweislich einige Todesopfer gefordert!

  • Visumbüro und Hinweisschild (s.Pfeile) auf dasselbe vor dem Einreisebereich. Auf den blauen Anzeigetafeln oben rechts wurden die Reisenden auf die richtige Kontrollspur gewiesen, also z.B. PKW Transit Westberlin oder Einreise DDR. Heute befindet sich am Ort des Visumbüros eine Tankstelle.

    Visumbüro und Hinweisschild (s.Pfeile) auf dasselbe vor dem Einreisebereich. Auf den blauen Anzeigetafeln oben rechts wurden die Reisenden auf die richtige Kontrollspur gewiesen, also z.B. PKW Transit Westberlin oder Einreise DDR. Heute befindet sich am Ort des Visumbüros eine Tankstelle.

  • Gegenüberliegende Seite (Fahrrichtung Westen): Offenes Grenztor, im Hintergrund eine Führungsstelle der Grenztruppen. Diese befindet sich heute noch dort.

    Gegenüberliegende Seite (Fahrrichtung Westen): Offenes Grenztor, im Hintergrund eine Führungsstelle der Grenztruppen. Diese befindet sich heute noch dort.

  • Kampfparole der Grenztruppen zum 11.Parteitag der SED 1986 (Exponat der Daueraustellung der Gedenkstätte), Foto vom 16.10.1999.

    Kampfparole der Grenztruppen zum 11.Parteitag der SED 1986 (Exponat der Daueraustellung der Gedenkstätte), Foto vom 16.10.1999.